‚ÄěCeller Scene‚Äú

Wissen, was los ist ...

TIERISCHES
Borreliose


√úbersicht

  • Rundum gesch√ľtzt gegen Borreliose
  • Tipps rund um die Borreliose-Impfung f√ľr Hunde
  • Gute Vorbereitung mindert die Borreliose-Gefahr


INFO: 01 / 2013

Rundum gesch√ľtzt gegen Borreliose

Mit Impfung und Spot-on auf der sicheren Seite

BAD OLDESLOE.¬† Bisher hatten Zecken einen sch√∂nen Winter. Es gab keine rapiden Temperaturunterschiede, die ihnen geschadet h√§tten und bei weihnachtlichen Temperaturen bis 20 Grad waren sie im Winter die meiste Zeit aktiv. In diesem Jahr ist daher mit einem besonders gro√üen Aufgebot der kleinen Blutsauger zu rechnen. Hier sei Hundehaltern gleich ein doppelter Schutz durch Impfung und Spot-on f√ľr ihren Vierbeiner angeraten, wei√ü Dr. Stephan Kiessling, Tierarzt bei ‚ÄěVirbac Tierarzneimittel‚Äú. Denn insbesondere in den Regionen mit hohen Borreliose-Infektionsraten ist die Pr√§vention ein Muss, um Hunde vor der langwierigen und schmerzhaften Krankheit zu sch√ľtzen. Betroffen sind dabei nicht nur Jagd- und Gebrauchshunde. Gerade St√§dter untersch√§tzen die Gefahr f√ľr ihre Hunde.

Vor der Zeckensaison: Impfung

Die Verbreitung von Borreliose ist nicht mit der Verbreitung von FSME (Fr√ľhsommer-Meningoenzephalitis) zu vergleichen. Bei FSME ist S√ľddeutschland das Epizentrum, Borreliose ist jedoch √ľber ganz Deutschland gestreut. Hochburgen waren in den letzten Jahren der Osten Brandenburgs und Sachsens sowie Th√ľringen. Weiterhin betrifft es nicht nur l√§ndliche Regionen. Auch in Kleinst√§dten und selbst in Deutschlands gr√∂√üten Metropolen wie Berlin und Hamburg ist mit infizierten Zecken zu rechnen. Denn nur weil eine Wiese im Stadtzentrum liegt, hei√üt das nicht, dass sie zeckenfrei ist. Regional sind bis zu 40 Prozent der Zecken √úbertr√§ger von Borreliose-Bakterien.

Bereits jetzt sollten Hundehalter den Weg zum Tierarzt antreten und ihren Hund untersuchen lassen. Wenn dabei keine Erkrankungen festgestellt werden, kann der Hund gegen Borreliose geimpft werden. Hier ist aber nicht jeder Impfstoff gleich. Der Borreliose-Impfstoff von ‚ÄěVirbac‚Äú enth√§lt inaktivierte Erreger der beiden in Deutschland am h√§ufigsten vorkommenden Erregerspezies. Im K√∂rper werden dann entsprechende Antik√∂rper gebildet, die den Hund sch√ľtzen. Die Borreliose-Erreger werden in der Zecke erst bei der Blutmahlzeit aktiv und k√∂nnen dann bei ungeimpften Hunden √ľbertragen werden. Doch der Clou an der Impfung ist, dass die Zecke, wenn sie an geimpften Tieren Blut saugt, auch die vom Hund gebildeten Antik√∂rper mit aufnimmt. Dadurch werden die Borreliose-Erreger noch in der Zecke zerst√∂rt und der Hund kommt mit den Erregern erst gar nicht in Kontakt.

Zunächst erhält der Hund im Abstand von 14 bis 21 Tagen zwei Impfungen zur Grundimmunisierung. Die erste Wiederholungsimpfung folgt nach vier bis sechs Monaten, die zweite Wiederholung weitere vier bis sechs Monate später. Danach reicht eine jährliche Auffrischung immer zu Beginn der Zeckensaison.

Während der Zeckensaison: Spot-on

Sobald das Thermometer zehn Grad Celsius erreicht, werden die Zecken aktiv. Nun sollte der wichtigste Schutz aufgetragen werden: Ein Spot-on-Pr√§parat, vorzugsweise ein Repellent. So wird der Hund nicht nur zus√§tzlich vor Borreliose, sondern auch vor anderen durch Parasiten √ľbertragbare Erkrankungen gesch√ľtzt. Repellentien wirken abschreckend auf Fl√∂he und Zecken im Sinne des Hot Feet-Effektes. Sobald sich der Parasit auf dem Hund niederl√§sst, hat er das Gef√ľhl, auf einer hei√üen Herdplatte zu stehen und l√§sst sich sofort wieder fallen. Es kommt also gar nicht mehr zum Biss und zur √úbertragung von Krankheitserregern. Die Zecke stirbt nach diesem kurzen Kontakt. Tierhalter k√∂nnen zum Beispiel zu Preventic von ‚ÄěVirbac‚Äú greifen. Mit der h√∂chstm√∂glichen Wirkstoffkonzentration (65 Prozent Permethrin) und einem hautvertr√§glichen L√∂sungsmittel als Basis, bietet es einen langanhaltenden Schutz und eine gute Vertr√§glichkeit an der Auftragstelle. Permethrin bleibt in den oberen Hautschichten und stellt daher auch keinerlei Gefahr f√ľr den Blutkreislauf oder die Organe dar. Nach drei bis vier Wochen muss das Spot-on erneut aufgetragen werden, da es dann durch die nat√ľrliche Hauterneuerung herausgewachsen ist.

Dennoch ist bei Permethrin-Spot-ons eines zu beachten: F√ľr Katzen sind Pr√§parate mit diesem Wirkstoff hochgiftig. In Haushalten mit Katzen sollten diese nur beim Hund zur Anwendung kommen, wenn dieser von der Katze einige Stunden nach dem Auftragen getrennt werden kann bis das Spot-on getrocknet ist.

Bei Fragen zur Borreliose-Impfung und zum Spot-on können sich Hundehalter jederzeit an ihren Tierarzt wenden.


INFO: 02 / 2012

Borreliose

Tipps rund um die Borreliose-Impfung f√ľr Hunde

BAD OLDESLOE.¬† Der erste und wichtigste Schutz vor einer Borreliose-Erkrankung ist der Zeckenschutz. Zus√§tzlich kann der Hund geimpft werden. Impfungen sind f√ľr viele Hundehalter ein heikles Thema und werden unter Tierhaltern oft kontrovers diskutiert. Die ‚ÄěVirbac Tierarzneimittel GmbH‚Äú m√∂chte daher Irrt√ľmer rund um die Borreliose und die Impfung aufdecken und h√§ufige Fragen zu der Impfung beantworten.

Eine Impfung brauchen wir nicht, weil unser Hund schon Borreliose hatte!

Ein Hund, der bereits an Borreliose erkrankte, ist nicht immun gegen eine Neuinfektion. Mehrfachinfektionen sind möglich, sogar innerhalb eines Jahres. Zwar können nach einer Infektion Antikörper nachgewiesen werden, doch diese sind nicht in der Lage, eine Neuinfektion zu verhindern.

Es gibt in Deutschland so viele unterschiedliche Borreliose-Erreger, da ist die Impfung ein Tropfen auf den heißen Stein!

In der Tat gibt es beispielsweise in den USA nur einen Erreger, w√§hrend in Deutschland viele unterschiedliche Borreliose-Spezies bekannt sind. Aus diesem Grund enth√§lt der neue Hundeimpfstoff gegen Borreliose mehrere Erregerarten, um eine m√∂glichst breite Abdeckung zu erreichen. So sind f√ľr diesen Impfstoff die beiden h√§ufigsten hier vorkommenden Borreliose-Spezies Borrelia afzelii und Borrelia garinii gew√§hlt worden. Dadurch kann eine Abdeckung von 80 Prozent aller hier vorkommenden Borrelien erreicht werden. Das ist die bisher h√∂chste Rate, die durch eine Impfung gegen Hundeborreliose erreicht werden konnte.

Komplikationen durch eine Impfung möchte ich meinem Tier lieber ersparen!

Keine Impfung hat eine Erfolgsrate von 100 Prozent, sowie auch eine Behandlung nicht immer einen Erfolg garantieren kann. Trotzdem ist eine Impfung gerade f√ľr Hunde, die viel drau√üen unterwegs sind, sinnvoll, denn der zu erwartende Nutzen, also der Schutz vor einer Infektion mit Borreliose ist um Gr√∂√üenordnungen h√∂her als das Risiko von Nebenwirkungen. Diese Nutzen-Risiko-Abw√§gung ist ein zentrales Kriterium f√ľr die Zulassung eines Medikaments. Dies gilt besonders f√ľr Impfstoffe, die im Gegensatz zu den meisten anderen Medikamenten einem gesunden Tier gegeben werden, um eine Infektion oder Erkrankung zu verhindern.

Wir wohnen mitten in der Stadt ‚Äď hier gibt es keine Zecken!

Diese Annahme ist falsch. Auch die Parks der Städte, in denen oft viele Hunde unterwegs sind, hat sich die Zecke als Lebensraum erobert. Die Gefahren im Stadtpark sind also ebenso vorhanden wie im Wald.

Die Zecke √ľbertr√§gt auch andere Erkrankungen, gegen die die Impfung nicht wirkt!

Das ist richtig. Zecken k√∂nnen neben den Borrelien auch andere Erreger √ľbertragen. Allerdings ist die Borreliose die h√§ufigste durch Zecken √ľbertragene Erkrankung bei Hund und Mensch. Weitere √ľbertragene Erkrankungen, wie zum Beispiel die Fr√ľhsommer-Menigoenzephalitis (FSME), eine ernst zu nehmende Infektion beim Menschen, scheint beim Hund nach aktuellem Wissensstand aber nur eine sehr untergeordnete Rolle zu spielen.

Mein Hund hat Borreliose ‚Äď eine sofortige Impfung kann die Erreger zerst√∂ren!

Kranke Hunde sollten generell nicht geimpft werden. Ist der Hund schon erkrankt, muss zun√§chst eine entsprechende Behandlung mit einem Antibiotikum erfolgen. Da Hunde auch durch eine √ľberstandene Erkrankung nicht vor erneuter Infektion gesch√ľtzt sind, sollte anschlie√üend √ľber eine Impfung und Zeckenprophylaxe nachgedacht werden. Die Impfung hat aber keine Wirkung gegen eine bereits bestehende Erkrankung.

Die Zeckenzeit hat begonnen und meine H√ľndin ist tr√§chtig ‚Äď impfen k√∂nnen wir jetzt nicht mehr!

Mit dem neuen Impfstoff kann die Hundedame noch bis zu zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ohne Gefahr f√ľr die Welpen geimpft werden.

Weitere Informationen dar√ľber, welcher Borreliose-Impfstoff am besten geeignet ist, erhalten Hundebesitzer bei ihrem Tierarzt.



INFO: 02 / 2012

Gute Vorbereitung mindert die Borreliose-Gefahr

Hunde jetzt sch√ľtzen

HAMBURG.¬† Die Zecken sind wieder auf dem Vormarsch. Hundehalter sollten sich darauf rechtzeitig vorbereiten. Neben einem Spot-on-Pr√§parat gegen Zecken sollte √ľber eine Impfung nachgedacht werden, denn jede f√ľnfte Zecke √ľbertr√§gt Borreliose-Erreger, die auch f√ľr Hunde gef√§hrlich werden k√∂nnen. Doch Impfstoff ist nicht gleich Impfstoff: ‚ÄěJedes Land weist eine unterschiedliche Verteilung der verschiedenen Borrelien auf. Daher ist es wichtig, einen Impfstoff auszuw√§hlen, der auf die deutschen Verh√§ltnisse angepasst ist‚Äú, erkl√§rt Dr. Stephan Kiessling, Tierarzt bei ‚ÄěVirbac Tierarzneimittel‚Äú. Borreliose ist die am h√§ufigsten durch Zecken √ľbertragene Krankheit.

Der niedergelassene Tierarzt Dr. Jens Siebert aus Hamersleben hatte schon √∂fter Hunde mit Borreliose in seiner Praxis: ‚ÄěBei Hunden wird Borreliose meist erst sehr viel sp√§ter erkannt als bei Menschen, da die charakteristische Wanderr√∂te bei Hunden oft nicht vorhanden ist oder durch das Fell oder die pigmentierte Haut nicht erkannt wird. Durch die lange Inkubationszeit von zwei bis sechs Monaten werden die Symptome oft nicht mehr mit einem Zeckenstich in Verbindung gebracht.‚Äú Fieber, Appetitlosigkeit, geschwollene Gelenke und Lahmheit durch Entz√ľndungen k√∂nnen auf Borreliose hinweisen. Bei einer unbehandelten Borreliose k√∂nnen sp√§ter auch Nieren- und Herzmuskelsch√§den auftreten. Nicht nur Jagd- und Gebrauchshunde z√§hlen zu der Risikogruppe. Insbesondere Stadthunde sollten vor Zecken gesch√ľtzt werden. Denn auch Stadtparks und Gr√ľnfl√§chen haben sich die Zecken bereits erobert. Daher mache es Sinn den Hund dreifach abzusichern: Durch ein Spot-on-Pr√§parat, intensives Absuchen nach Zecken nach dem Spaziergang und eine Impfung, um das √úbertragungsrisiko weiter zu minimieren, r√§t Dr. Jens Siebert.

In Deutschland gibt es mehrere Borreliose-Erreger. Der Impfstoff von ‚ÄěVirbac Tierarzneimittel‚Äú ist speziell auf die deutschen Verh√§ltnisse ausgerichtet. Dr. Stephan Kiessling erl√§utert: ‚ÄěDer Impfstoff enth√§lt inaktivierte Erreger der beiden hier am h√§ufigsten vorkommenden Borreliose-Spezies Borrelia afzelii und Borrelia garinii. Dadurch k√∂nnen 80 Prozent aller hier vorkommenden krankmachenden Borrelien abgedeckt werden.‚Äú Das ist der breiteste Schutz, der in Deutschland bisher erreicht werden konnte. Das Besondere an einem Impfstoff gegen Borreliose ist seine Wirkungsweise. Durch die Impfung bildet der Hund gezielt Antik√∂rper gegen die Erreger, die sich im Darm der Zecke befinden. Diese werden durch die Blutmahlzeit aktiviert und gelangen erst einige Stunden nach dem Stich mit dem Speichel der Zecke in die Stechwunde des Hundes. Saugt eine infizierte Zecke aber an einem geimpften Hund, nimmt sie die Antik√∂rper mit dem Blut auf. Diese zerst√∂ren die Erreger noch in der Zecke, bevor sie auf den Hund √ľbergehen k√∂nnen. So kommt der Hund mit den Erregern nicht einmal in Ber√ľhrung. Da bei ca. zehn Prozent der infizierten Hunde die Erreger lebenslang im K√∂rper bleiben, ist eine Verhinderung der √úbertragung durch die Impfung gerade bei der Borreliose wichtig.

Wer seinen Hund gegen Borreliose impfen lassen m√∂chte, kann sich von seinem Tierarzt jederzeit beraten lassen. ‚ÄěVor der Impfung muss der Hund vom Tierarzt genauestens untersucht werden, da nur gesunde Hunde geimpft werden d√ľrfen. Insbesondere eine Borreliose-Erkrankung sollte vorab ausgeschlossen werden. Um dieses Risiko zu minimieren und einen guten Impfschutz aufbauen zu k√∂nnen, sollte die Immunisierung auch vor der Zeckenzeit erfolgen‚Äú, erkl√§rt Dr. Jens Siebert. Zun√§chst erh√§lt der Hund in einem Abstand von 14 bis 21 Tagen zwei Impfungen als Grundimmunisierung. Die erste Wiederholungsimpfung erfolgt vier bis sechs Monate sp√§ter. Im n√§chsten Jahr, nach weiteren vier bis sechs Monaten, bekommt der Hund die zweite Wiederholungsimpfung. Ab dem dritten Jahr ist dann nur noch eine j√§hrliche Wiederholungsimpfung vor Beginn der Zeckensaison notwendig.

Hundehalter sollten beachten, dass Hunde nach einer √ľberstandenen Borreliose-Erkrankung nicht immun gegen die Erreger sind. In Gegenden mit hohem Infektionsdruck sind sogar Mehrfacherkrankungen innerhalb eines Jahres m√∂glich.

Geändert:  05 / 2020