„Celler Scene“

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CELLER ALLERLEI
Meldungen im September 2020

Mittwoch, 9. September 2020

Band-Contest „Plattsounds“ feiert JubilĂ€um –
mit Abstand und Maske und Preisgeldern fĂŒr die Finalisten

UELZEN / STADTHAGEN (llv).  Junge Musikerinnen und Musiker aus Niedersachsen können sich noch bis zum 30. September 2020 fĂŒr „Plattsounds“ bewerben – und das ist im Corona-Jahr 2020 nicht ganz selbstverstĂ€ndlich. Doch in diesem Jahr feiert der plattdeutsche Band-Contest seinen zehnten Geburtstag und die Veranstalter tun alles, um die Veranstaltung mit entsprechendem Hygiene-Konzept und Vorsichtsmaßnahmen am 21. November in Stadthagen zu ermöglichen.

Die Corona-Pandemie hat die Kultur- und Event-Szene und insbesondere viele KĂŒnstler vor große Probleme gestellt. Plattsounds als Kultur- und Sprachprojekt möchte gerade deshalb vielen Musikern die Möglichkeit geben, im Finale im Kulturzentrum „Alte Polizei“ live aufzutreten. Gewinnen können die Finalistinnen und Finalisten Preisgelder in Höhe von 1.000, 600 und 300 Euro. Außerdem gibt es beim Online-Voting zusĂ€tzlich 300 Euro zu gewinnen.

Gesucht werden junge Amateur-Musikerinnen und -Musiker aus Niedersachsen, die einen ihrer Songs aus Genres wie Rock, Pop, HipHop, Punk, Reggae, Metal oder „Singer / Songwriter“ in der beliebten Sprache Platt performen wollen. Im Kulturzentrum „Alte Polizei“ treten am 21. November rund zehn Finalistinnen und Finalisten auf und zeigen, wie cool Musik auf Plattdeutsch ist. Bei „Plattsounds“ kommt es mehr auf das Miteinander an, es geht nicht um ein Gegeneinander wie bei anderen Contests. Am Ende gewinnt das „beste plattdeutsche Lied des Jahres“.

„Vielen Bands sind in diesem Jahr zahlreiche Auftrittsgelegenheiten weggebrochen“, sagt Lu Seegers, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der „Schaumburger Landschaft“, die den Band-Contest veranstaltet. „Mit ‚Plattsounds‘ wollen wir im Rahmen der Möglichkeiten jungen Musikern wieder eine BĂŒhne bieten und sie natĂŒrlich animieren, mit Plattdeutsch zu experimentieren.“ FĂŒnf Bands haben sich bislang beworben. „Trotz Corona hat das Interesse an ‚Plattsounds‘ nicht abgenommen. Das freut uns besonders im JubilĂ€umsjahr und zeigt den Stellenwert des Wettbewerbs in der Plattdeutsch- und Kultur-Szene“, sagt der Projektleiter Matthias Kahrs.

Wer teilnehmen will, muss nicht Plattdeutsch können. Das „Plattsounds“-Team fertigt gern Übersetzungen der Texte an und unterstĂŒtzt die Musikerinnen und Musiker bei allen Fragen. Bis zum 30. September 2020 können sich Bands und Solo-KĂŒnstlerinnen und -KĂŒnstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf www.plattsounds.de bewerben. Die Bewerbung kann zunĂ€chst auch mit einem anderssprachigen Lied erfolgen. Im Finale kann jedoch nur auftreten, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die BĂŒhne bringt. Moderiert wird die Show von der bekannten SĂ€ngerin und Schauspielerin Annie Heger. Die Jury ist prominent besetzt mit Denise M'Baye (SĂ€ngerin / Schauspielerin), Jakobus Durstewitz (Musiker / SĂ€nger bei JaKönigJa), Ilka BrĂŒggemann („NDR 1“) und Stefan Meyer („Oldenburgische Landschaft“).

„Plattsounds“ ist ein Kooperations-Projekt von acht Landschaften und LandschaftsverbĂ€nden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen.

Arm trotz Arbeit in Celle ist das Ergebnis langjĂ€hriger Niedriglohn-Politik –
„DGB“ fordert endlich faire Löhne fĂŒr alle BeschĂ€ftigten

CELLE / LÜNEBURG (dgb).  In Celle mussten im Dezember 2019 zum Stichtag 1.293 Personen trotz einer sozialversicherungs-pflichtigen BeschĂ€ftigung zusĂ€tzlich aufstockende Leistungen vom „Jobcenter“ in Anspruch nehmen, um ĂŒber die Runden zu kommen – weil ihr Einkommen fĂŒrs Leben nicht ausreichte. Das geht aus einer „DGB“-Auswertung der Statistik der „Bundesagentur fĂŒr Arbeit“ hervor.

Fast jeder FĂŒnfte, der zusĂ€tzliche Leistungen erhielt, hatte sogar einen Vollzeit-Job. „Vollzeit zu arbeiten und trotzdem zum Amt zu mĂŒssen, ist fĂŒr viele BeschĂ€ftigte entwĂŒrdigend“, erklĂ€rt Matthias Richter-Steinke, RegionsgeschĂ€ftsfĂŒhrer der „DGB-Region Nord-Ost-Niedersachen“. „Der Staat wird dabei als LĂŒckenbĂŒĂŸer fĂŒr niedrige Löhne missbraucht“, so Richter-Steinke weiter.

Zunehmend gehen Arbeitgeber dazu ĂŒber, ArbeitsplĂ€tze nur noch in Form von atypischer BeschĂ€ftigung anzubieten, also zum Beispiel in Teilzeit, Minijobs oder Leiharbeit. Dies erhöht fĂŒr die Arbeitgeber die betriebliche FlexibilitĂ€t, fĂŒhrt aber dazu, dass noch mehr BeschĂ€ftigte nicht von ihrem Einkommen leben können. So ist zwar in Celle die Zahl der BeschĂ€ftigten mit 74.345 um fast ein Prozentpunkt höher gewesen, als zum Jahresende 2018. Allerdings war dieser Anstieg ĂŒberwiegend auf einen Zuwachs bei der Teilzeit-BeschĂ€ftigung zurĂŒckzufĂŒhren.

Das fĂŒhrte parallel zu einem Anstieg derer, die auf Grund des Teilzeit-Jobs Hilfe durch das „Jobcenter“ beantragen mussten. 837 BeschĂ€ftigte in Teilzeit-Jobs waren in Celle am Ende des vergangenen Jahres davon betroffen. „Vor allem bei unfreiwilliger Teilzeit ist das fĂŒr die Betroffenen bitter, sie wollen mehr arbeiten, dĂŒrfen aber nicht. Dieser Trend muss gestoppt werden“, sagte Richter-Steinke.

Besonders hoch ist die Aufstockungsquote auch bei Minijobs als HauptbeschĂ€ftigung. Es ist inzwischen nachgewiesen, dass Minijobs nicht geeignet sind als BrĂŒcke in existenzsichernde VollzeitbeschĂ€ftigung. Sie bieten viele Fehlanreize, die verhindern, dass Betroffene dauerhaft aus dem „Hartz-IV“-System herauskommen. 734 Minijobberinnen und Minijobber mussten aufstockende Leistungen in Anspruch nehmen. „Das ĂŒberholte Minijob-Modell muss deswegen beendet werden. SpĂ€testens in der nĂ€chsten Legislaturperiode muss dies auf die Agenda der Bundesregierung“, fordert Richter-Steinke.

Der „DGB“ fordert deshalb „Wer arbeitet, der soll auch sich und seine Familie davon versorgen können, und zwar jetzt und auch im Alter. Die Bundesregierung muss jetzt alles dafĂŒr tun, den Niedriglohnsumpf trocken zu legen. Das heißt, der Mindestlohn muss endlich rauf auf zwölf Euro“, so Richter-Steinke.

Freitag, 4. September 2020

BĂŒrgergesprĂ€ch mit OrtsbĂŒrgermeister Rodenwaldt

CELLE (jr).  OrtsbĂŒrgermeister Jörg Rodenwaldt lĂ€dt zum GesprĂ€ch ein. Am Mittwoch, den 23. September, möchte er von 17:00 bis 18:30 Uhr im Gemeindehaus der NeuenhĂ€user Kirche (Kirchstraße 2), erneut mit BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern ins GesprĂ€ch kommen.

Gerne nimmt er bei dieser Gelegenheit Ideen, Anregungen, Anliegen und Sorgen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger entgegen – auch fĂŒr die kommende Sitzung des Ortsrates.

ZusĂ€tzlich ist der OrtsbĂŒrgermeister unter Tel. (05141) 9318865 oder per Mail an jr@rodenwaldt.net zu erreichen. Es können separate GesprĂ€chstermine vereinbart werden.

Mittwoch, 2. September 2020

FußgĂ€ngerampel Bahnhofstraße –
Blindensignale werden ergÀnzt

CELLE (rc). Die FußgĂ€ngerampel in der Bahnhofstraße auf Höhe der Trift-Anlagen wird mit zusĂ€tzlichen akustischen Blindensignalen ausgestattet. Die dafĂŒr erforderlichen Arbeiten werden am Freitag, 4. September 20:00, ab ca. 08:00 Uhr ausgefĂŒhrt. Dazu mĂŒssen die Anlage sowie die Nachbar-Ampel Bahnhofstraße / Breite Straße zeitweise außer Betrieb genommen werden.

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich Ă€ußerst vorsichtig zu befahren.

NĂ€chster Bauabschnitt am „Äußeren Ring“ / Neumarkt –
Nordwall wieder als Einbahnstraße befahrbar

CELLE (rc). Am „Äußeren Ring“ beginnt am Montag, 7. September 2020, der nĂ€chste Bauabschnitt. Die gute Nachricht vorweg: Der Nordwall ist dann wieder als Einbahnstraße befahrbar; auch Hehlentorstraße und Fritzenwiese sind wieder fĂŒr den Verkehr geöffnet.

Unterdessen ist der Einbau der bituminösen Binder- und Deckschichten im Nordwall und Ostteil des Neumarkts abgeschlossen. In dieser Woche folgten die Fahrbahnmarkierungen und Beschilderungen sowie Arbeiten fĂŒr die Lichtsignal-Anlagen.

Nun heißt es, das Baufeld im Westteil des Neumarkts freizumachen. Dazu wird der Verkehr zwischen Kreisel und Aller-BrĂŒcke jeweils in einer Richtung auf der neuen Fahrbahn im Ostteil des Neumarkts gefĂŒhrt. Der Bereich Weißer Wall ist vom Kreisel Hafenstraße erreichbar.

Hehlentorstraße wieder befahrbar

Aus Richtung MĂŒhlenstraße kann wieder nach rechts in die Hehlentorstraße und Fritzenwiese abgebogen werden. Die Hehlentorstraße ist wieder als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Innenstadt und die Fritzenwiese Richtung Theo-Wilkens-Straße geöffnet.

Der Nordwall kann ab Theo-Wilkens-Straße / Schuhstraße wieder als Einbahnstraße gen Neumarkt befahren werden. Aber Achtung: Von dort kann nur nach rechts zur Aller-BrĂŒcke abgebogen werden. Aus der Theo-Wilkens-Straße sowie aus der Schuhstraße ist sowohl das Links- als auch das Rechtsabbiegen auf den Nordwall möglich. An diesem Knoten sind auch fĂŒr FußgĂ€nger und Fahrradfahrer (mit Ausnahme des Westteils des Nordwalls Richtung Baustelle) wieder alle Lauf- und Fahrtrichtungen frei.

Regelung fĂŒr FußgĂ€nger, Radler und Busse

Am Neumarkt werden FußgĂ€nger und Radler wie bisher auf den westlichen Nebenanlagen gefĂŒhrt. So geht es aus der Innenstadt weiterhin ĂŒber die Hehlentorstraße / Weißer Wall zum Neumarkt. Am Kreisel Hafenstraße bleibt zur Querung die Ampel in Betrieb.

Linien- und Reisebusse erreichen die Innenstadt vom Kreisel Hafenstraße ĂŒber die Hehlentorstraße. Die Schuhstraße bleibt bis zum Ende der Bauarbeiten Rettungsgasse fĂŒr Einsatzfahrzeuge.

Weiterbau am Neumarkt unter Verkehr

Am Neumarkt wird unter Verkehr weitergebaut. Dadurch kann es zeitweise BeeintrĂ€chtigungen im Verkehr kommen. Die Verwaltung empfiehlt daher, die bekannte großrĂ€umige Umleitung ĂŒber Altenceller Schneede / Wederweg / Hannoversche Heerstraße / Wilhelm-Heinichen-Ring / Bremer Weg /Petersburgstraße / John-Busch-Straße zu nutzen. Ebenso bleibt der Nordwall fĂŒr den Schwerlastverkehr gesperrt.

Wie seit Beginn avisiert, soll die Gesamtmaßnahme nach rund zweijĂ€hriger Bauzeit Mitte 2021 fertiggestellt sein. Vorausgesetzt immer, dass die Witterung oder eventuelle corona-bedingte AusfĂ€lle das zulassen. Insgesamt liegen die Arbeiten gut im Zeitplan.

Dienstag, 1. September 2020

Jugendarbeitslosigkeit steigt in Niedersachsen stark an –
Corona-Generation verhindern!

HANNOVER (dgb).  Der „Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB“ sieht mit Sorge, dass die heute veröffentlichten Zahlen der „Bundesagentur fĂŒr Arbeit“ einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-JĂ€hrigen in Niedersachsen zeigen. In dieser Altersgruppe hat die Zahl der Arbeitslosen um ĂŒber ein Viertel (28,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Aktuell sind damit 35.244 junge Niedersachsen ohne berufliche Perspektive. Die wesentlichen GrĂŒnde fĂŒr den starken Anstieg sind zum einen eine wachsende Zahl von Auszubildenden, die nach ihrer AbschlussprĂŒfung nicht ĂŒbernommen wurden, und zum anderen eine Verringerung der Ausbildungsangebote fĂŒr SchulabgĂ€ngerinnen. Insgesamt waren im August 276.410 Arbeitslose in Niedersachsen registriert (23,4 Prozent mehr als im Vorjahr). Die Gruppe der unter 25-JĂ€hrigen verzeichnet den höchsten Anstieg unter allen Altersklassen.

Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des „DGB“ in Niedersachsen, erklĂ€rte angesichts der jĂŒngsten Arbeitsmarktzahlen: „Es ist gut, dass die Bundesregierung den Vorschlag der Gewerkschaften aufgegriffen und das Kurzarbeitergeld verlĂ€ngert hat. Ansonsten stĂ€nde der Arbeitsmarkt deutlich schlechter da. Besorgniserregend ist aber die stark wachsende Jugendarbeitslosigkeit. Wer gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat, braucht dringend eine berufliche Perspektive. Die Politik muss den Unternehmen durch deutlich höhere öffentliche Investitionen Planungssicherheit bieten, damit diese alle jungen FachkrĂ€fte ĂŒbernehmen können. SchulabgĂ€ngerinnen und -abgĂ€nger brauchen mehr Ausbildungsangebote. Wir Gewerkschaften erwarten vom Land und der ‚Bundesagentur fĂŒr Arbeit‘ entsprechende Maßnahmen. Das nĂ€chste Ausbildungsjahr darf weder im Lebenslauf der Jugendlichen noch fĂŒr die Betriebe verloren gehen. Sonst droht eine verlorene Corona-Generation und den Arbeitgebern fehlen FachkrĂ€fte.“

GeÀndert:  09 / 2020